Die Seele streicheln – Warum uns Rückenmassagen glücklich machen

Team Rückenwelt Entspannung, RÜCKENSCHULE

Rückenmassagen machen uns glücklich

Rückenmassagen helfen den täglichen Stress abzubauen und Rückenverspannungen vorzubeugen oder zu lindern.

Prof._Dr._med._Dietrich_H._W._Groenemeyer

In der Balance von Aktivität und Entspannung liegt das Geheimnis unseres Wohlbefindens. Rückenmassagen helfen uns, diese Balance herzustellen. Weder geht es dem Menschen gut, wenn er unentwegt arbeiten muss, immer unter Druck steht und im Stress ist, noch fühlt er sich wohl, wenn er nicht mehr gefordert wird, tagaus, tagein die Beine hoch legen kann.

“Nichts ist schwerer zu ertragen als eine Reihe von guten Tagen”, sagt das Sprichwort. Denn tatsächlich brauchen wir beides: das Gleichgewicht zwischen Anspannung und Entspannung. Die Belastung ergibt sich dabei, solange wir im Arbeitsleben stehen, von selbst. Für die Entlastung müssen wir sorgen. Wenn wir gesund bleiben wollen, sollten wir das eine wie das andere im Auge behalten und manchmal ganz einfach innehalten, zur Ruhe kommen. Dann ist es Zeit, unserem Körper etwas Gutes zu tun, um die Seele zu streicheln – zum Beispiel mit einer Rückenmassage.

Massagen gehören zu den ältesten Behandlungsformen überhaupt. Sie werden zur Entspannung, Schmerzlinderung und Durchblutungssteigerung eingesetzt. Jeder Kulturraum hat unterschiedliche Ansätze der Massageformen entwickelt. Drücken, Reiben, Kneten und Streichen der oberflächlichen und tiefen Schichten des Körpers sind die hauptsächlichen Grifftechniken. Durch die dadurch hervorgerufenen Effekte wie Wärmegefühl, Druck, Berührung und Schmerz werden die Nervenendigungen erregt. Eine Massage verlangsamt die Herzfrequenz, vertieft die Atmung und entspannt den Geist.

Triggerpunktmassage, energetische Muskel- oder Bindegewebsmassagen aus Europa, Akupressur aus China, Shiatsu aus Japan, Hot-Stone- oder Lomi-Lomi-Behandlungen aus Südamerika oder Reflexmassagen: Jede dieser Techniken macht sich den Umstand zunutze, dass Muskeln und Sehnen untereinander sowie mit der Haut, mit der Wirbelsäule, den inneren Organen und dem Gehirn über das Nervensystem in Verbindung stehen. Dank dieser Vernetzung führen die Massagen zu einer nachweislichen Erhöhung unseres Wohlbefindens. Diese Wirkungen sind in einer Reihe von wissenschaftlichen Studien belegt worden. Wenn Sie persönlich noch keine Erfahrung mit Massagen haben, informieren Sie sich oder probieren Sie aus, was Ihnen gut tun kann.

Yoga in der freien Natur hilft uns zu entspannen und ausgeglichener zu werden.

Wozu ich aber auch immer wieder rate, gerade in Stress-Phasen, ist nicht nur die passive Behandlung, sondern die aktive Bewegung: Treiben Sie Sport, gehen Sie tanzen, unternehmen Sie etwas. In der frischen Luft beim Laufen oder Wandern komme ich selbst auf die besten Gedanken. Ich spüre förmlich, wie Körper und Seele sich ausbalancieren – es geht mir gut.

Aus: Prisma