Warum sind wir morgens größer?

Team Rückenwelt Bandscheibe, RÜCKENKUNDE, WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA, WISSEN

Es sind unsere elastischen Bandscheiben, die uns morgens größer machen

Unsere Bandscheiben sind wunderbar elastisch. Das liegt an ihrem Aufbau: Sie bestehen aus einer knorpelartigen Substanz mit einem festen äußeren Faserring und einem weichen wasser- und gallerthaltigen Kern. 90 Prozent Wasser enthält der Kern bei einem Baby, bei einem 70-Jährigen sind es immer noch 70 Prozent.

Bild der Bandscheibe

Bewegung stärkt die Bandscheibe

Doch damit die Bandscheiben als Stoßdämpfer wirken können, müssen Sie sich bewegen. Denn nur durch den Wechsel von Be- und Entlastung gelangen Flüssigkeit und Nährstoffe in ihr Inneres. Mit Blutgefäßen sind sie nämlich nicht versorgt. Doch auch Ruhephasen braucht die Bandscheibe, um ihren Wasser- und Nährstoffhaushalt regulieren zu können.

Druck verkleinert die Bandscheibe

Tagsüber sitzen wir oft stundenlang vornübergebeugt am Computer, wir tragen Lasten oder stehen herum. Je nach Haltung drücken so 50 bis 500 Kilo und manchmal noch mehr auf die Bandscheiben. Das presst sie zusammen. Im Laufe des Tages schrumpft die Wirbelsäule auf diese Weise um etwa 2 Zentimeter. Nachts dehnen sich die Bandscheiben dann aus, auf ihnen lasten nur etwa 20 Kilo. Flüssigkeit und Nährstoffe fließen in ihr Inneres, sie weiten sich wieder zu ihrer ursprünglichen Größe.